Über mich

Sport und ich- das ist, seitdem ich das erste Mal mit dem Thema „Bewegung im allgemeinen und besonderen“ begegnete, eine Hassliebe, wie man sie schöner nicht beschreiben könnte.

Sport in der Schule: nur Schwimmen am Jahresende hat mich davor gerettet, wegen Sport durchzufallen (ja, das geht). Sport in der Freizeit: jahrelang von den Eltern irgendwelche Berge hochgeschleift worden (unter Protest), klägliche Versuche im Basketballteam, noch kläglichere Versuche in irgendwelchen Tanzgruppen und dann letzten Endes das Komplettscheitern bei Laufen, Skifahren, Volleyball und Co. Aber auch: so begeistert im Fitnesstudio, dass ich diese Begeisterung zu meinem Beruf gemacht habe. Ein Widerspruch in sich? Nein.

Sport im Wandel der Zeit: ich schwinge immer zwischen sehr sportlichen und sehr unsportlichen Phasen hin und her, die Waage macht’s nach.

Sport in der Liebe: ich hatte immer sehr sportliche Partner. Keine Ahnung, warum sich das so ergeben hat, ich habe mit Sicherheit nicht darauf geachtet, einen fanatischen Läufer oder Berggeher als Partner zu haben. Vermutlich war das auch der Grund dafür, dass meine Partner immer sehr munter unterwegs waren. Der Gipfel wurde erreicht, als ich meinen Mann kennenlernte. Es ist bekannt, dass Bayern mit Bergstiefeln auf die Welt kommen, aber dieser Mann kam mit einem Bergstiefel am linken und einem Skisteifel am rechten Bein zur Welt. Also half nur eines: flott schwanger werden und sich bedauernd raushalten, wenn die nächste 2.000 HM 7 Gipfel in 6 Stunden -Tour anstand. Allein, ich hatte die Rechnung ohne Genetik gemacht. Meine Tochter kam zur Welt, und; wie sollte es auch anders sein, stand mit 2 Jahren auf Skiern und ging mit 3  1/2 Jahren alleine und ohne Murren und Mähen den Weg zur Falkenhütte.(an der wir nie ankamen, aber das ist ein andere Thema) und mit 5 Jahren den Weg zur Lamsenjochhütte (an der wir ankamen, es wundert mich selber am meisten). Auch der von mir fälschlich als puffig und klein – also nicht ernstzunehmend- vor 20 Jahren gekaufte weisse Hund zeigte beträchtliches Durchhaltevermögen, sobald es in die Vertikale ging und selbst mit 18 Jahren wackelte die alte Hundedame blind, taub und desorganisiert aber nichts destotrotz unverwüstlich die bayerischen Berge hoch, runter, hoch, runter.

 

In Bayern sagt man: „da hast jetzt den Dreck im Schachterl“, oder um themennah zu bleiben: „jetzt schaust mit dem Ofenrohr ins Gebirg“. Wie auch immer man es nennen mag: ich war angeschmiert.

Der Umzug unter den Wendelstein verbesserte die Lage etwas, denn, wie der Mensch halt so ist; wenn man etwas immer machen kann, ist es nichts Besonderes mehr und man macht’s dann irgendwann mal gar nicht mehr.

Also hatte ich 5 wundervolle, ruhige Jahre, in denen ich die Berge von unten anschauen konnte, mir sicher sein konnte, dass niemand am Sonntag in der Früh um 5 Uhr mit den Füßen schart und mit dem Rucksack schwingend gute Laune verbreitet.

Aber alles Gute hat ein Ende, der Umzug aus der (trügerischen, aber das ist ein anderes Thema) Idylle folgte in eine bayerische Stadt 150 km entfernt von irgendeinem Berg (jo, mei Niederbayern halt…)und die Rucksäcke flogen wieder tief.

Und ich, genetisch nicht so begünstigst wie mein Mann und meine Tochter, quälte mich jeden Millimeter die Berge hoch, schnaufend, schwitzend, ja; auch heulend, bis ich beschlossen habe: jetzt. reicht’s. Jetzt werde ich Berggeherin, komme, was da wolle.

 

Und Berggeherin bin ich, wenn ich die Watzfrau gehen kann. Am Stück. Rauf und wieder runter, an einem Tag.

Ob ich das schaffe- ich weiss es nicht. Wie oft ich auf dem Weg dorthin tobe, schreie, zweifle, weine, mit den Zähnen knirsche- man kann getrost von dutzenden von Malen ausgehen, das mit dem Faktor 300 mulitplizieren und noch 20 draufaddieren, dann liegt man richtig.

Also, begleitet mich auf meiner Reise, ich freue mich auf Euch!

 

 

3 Gedanken zu “Über mich

  1. Hi, bin durch Zufall auf deinen Blog gestoßen und lasse hiermit ein Kompliment da! Ich hab auf meinem Blog (gerade erst angefangen im Jan) ähnliche Themen. U.a. Touren für Anfänger, Untrainierte, Couchpotatoes etc… ich werde ein wenig bei dir stöbern, wenn ich darf… V.a. das „Watzfrau“ hat mich angesprochen… bei mir soll es 2017 allerdings eine Watzmann-Überquerung werden. Lg, Romana

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    1. Oh liebe Ramona, vielen Dank! Der Watzmann ist ja nun nochmal ein ganz anderes Kaliber, aber wenn wir beide Glück haben, dann können wir uns zuwinken;) Bei mir wird es wohl 2017 mit der Watzfrau… Liebe Grüße!

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      1. Hey ho, hab dir nochmal bei mir geantwortet aber iwie ist der direkte Antworten-Button abgehauen 🙂 also ne Nachricht wäre trotzdem drunter, falls du keine Notifikation bekommst 🙂 Können aber auch gern privat weiter schreiben 🙂
        Lg und so aus Ö!

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